Offene Türen der Bethlehem Mission Immensee im RomeroHaus

Seit diesem Sommer ist das RomeroHaus in Luzern auch Sitz der Bethlehem Mission Immensee (BMI). Aus diesem Anlass öffnet das sanft umgebaute RomeroHaus am Samstag, 19. Oktober seine Türen einem breiten Publikum. Dieses erhält einen Vorgeschmack, was es an diesem Ort erwarten darf. Zudem wird erstmals der Film «Los indígenas del Rio Napo» von BMI-Botschafter Röbi Koller gezeigt, der zwei Wochen lang eine BMI-Einsatzleistende in Ecuador begleitete.
Im Juli 2013 ist die BMI von Immensee ins RomeroHaus in Luzern umgezogen. Somit sind neu alle Deutschschweizer Arbeitsplätze der Organisation unter einem Dach konzentriert. Und es wurde zusammengeführt, was seit langem zusammengehört: Schon seit dem Jahr 2000 ist die BMI Trägerin des RomeroHauses, das sich als Bildungszentrum weit über die Zentralschweiz hinaus einen Namen gemacht hat. Die BMI ist bekannt für ihre Personaleinsätze im Dienste von benachteiligten Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien.

Film gibt Eindruck vom BMI-Engagement im Süden


Am «Tag der offenen Tür» vom 19. Oktober erwartet das Publikum eine Kostprobe des RomeroHaus-Programms. Es wird über Themen wie Beziehungen, Gesundheit und Glaube diskutiert, eine professionelle Erzählerin gibt Geschichten preis und auch kulinarische Genüsse und musikalische Darbietungen kommen nicht zu kurz. Einen Höhepunkt des Tages bildet die Premiere des Films «Los indígenas del Rio Napo» von Esther della Pietra und Röbi Koller. Der Film vermittelt einen Eindruck der oftmals schwierigen Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung in der ecuadorianischen Stadt Coca. Infolge der wirtschaftlich bedeutenden Erdölaushebung leiden die Menschen unter gesundheitlichen Problemen, verschmutzten Gewässern und magerer Ernte.

An Stärken festhalten

Die Zusammenführung der Arbeitsplätze im RomeroHaus schafft viele Vorteile: «Dadurch konnten wir unser Engagement in den Ländern des Südens und Ostens und unsere Bildungs- und Sensibilisierungstätigkeit hier in der Schweiz noch näher zusammenführen», sagt Geschäftsleiterin Teres Steiger-Graf, «wir können Synergien nutzen und noch mehr Begegnungen zwischen verschiedenen Kulturen, aber auch Generationen, Geschlechtern und Religionen schaffen.» Auch wenn sie jetzt unter einem Dach vereint sind, möchten die BMI und ihr Bildungszentrum ihren jeweiligen Stärken treu bleiben, sich aber auch weiterentwickeln, wo es sinnvoll ist: «Im zukünftigen RomeroHaus-Programm setzen wir vermehrt thematische Schwerpunkte und orientieren uns noch stärker an Aktualitäten», sagt der Bildungsleiter des RomeroHauses Josef Estermann. Leitend für die gesamte Organisation ist die Vision einer Welt, in der alle Menschen und Völker gleichberechtigt, in Würde und Frieden zusammenleben.