Konzentration auf neun Einsatzländer ab 2019

Die Allianz COMUNDO hat per Ende 2016 den Ausstieg aus den Einsatzländern Simbabwe und Ecuador, per Ende 2018 aus Brasilien beschlossen. Bis Ende 2016 laufen alle Programme unverändert weiter.

Sowohl im Vorstand des BMI Vereins als auch bei Inter-Agire wurden neue Vorstandsmitglieder gewählt.
Im Januar letzten Jahres haben sich die drei Organisationen Bethlehem Mission (BMI), E-CHANGER und Inter-Agire zur Allianz COMUNDO zusammengeschlossen. Die Vorstände der Trägervereine erarbeiten derzeit zusammen mit der COMUNDO Geschäftsleitung ein umfassendes gemeinsames Programm für die Jahre 2015 bis 2020. Bereits beschlossen wurde eine künftige Konzentration auf 9 anstelle der zurzeit 12 Einsatzländer per 2019.
Ab 2017 werden keine Einsatzleistenden mehr nach Simbabwe und Ecuador mehr vermittelt, ab 2019 zieht COMUNDO sich aus Brasilien zurück. Die Konzentration auf weniger Länder hat zum Ziel, mit möglichst wenig finanziellen Mitteln eine optimale Wirkung vor Ort zu erzielen und die Nachhaltigkeit der Arbeit zu erhöhen. „Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass die COMUNDO künftig weniger Fachpersonen in den Einsatz schickt; vielmehr werden die einzelnen Landesprogramme angepasst und die Anzahl Einsätze pro Land erhöht, um eine grössere Wirkung vor Ort zu erzielen. Bis Ende 2016 laufen alle Programme unverändert weiter“, sagt COMUNDO-Geschäftsführerin Teres Steiger-Graf.
An der kürzlichen Mitgliederversammlung wurden Martin Jäggi, Norbert Kieliger und Anna Jaquinta neu in den Vorstand gewählt. Die neu gewählten Vorstandsmitglieder ersetzen Simone Dollinger, Emilio Näf und Lorenza Rusconi-Kyburz

Ausstieg aus Simbabwe
Der Hauptgrund für die Beendigung der Arbeit in Simbabwe nach mehr als sechzig Jahren ist vor allem die politische Lage im Land und die damit verbundenen Risiken, die Einsatzleistende auf sich nehmen. Die Hürden für die Einreise von Fachpersonen aus dem Ausland sind sehr hoch; vor Ort sind die Voraussetzungen für eine kontinuierliche nachhaltige Arbeit nicht gegeben, da teilweile Arbeitsbewilligungen nicht erteilt oder entzogen werden.  Eine hohe Gewaltbereitschaft bei Teilen der Bevölkerung sowie die unsichere politische Lage, haben bereits im Rahmen der Programmfestlegung 2009-2012 zur Diskussion über einen Ausstieg geführt. Die letzten Einsätze laufen 2016 aus.

Ausstieg aus Ecuador
Nach dreissig Jahren Einsatz  und sehr positiven Erfahrungen mit den lokalen Partnerorganisationen hat sich in den letzten Jahren ein politischer Transformationsprozess abgezeichnet, der die Arbeit der NGO’s erschwert. Das COMUNDO-Programm ist noch wenig entwickelt;  es ist seit 2005 nicht gelungen, dieses auf eine stabile Grösse auszubauen. Im Bewusstsein, dass Peru und Ecuador sich in vielen Punkten sehr ähnlich sind, hat sich der Vorstand nicht gegen Ecuador, sondern für Peru entschieden. Die letzten Einsätze laufen 2016 aus.

Ausstieg aus Brasilien
Brasilien gehört zu den aufstrebenden Märkten, den sogenannten „Emerging Markets“. Auf lange Sicht ist eine Weiterführung in der Entwicklungszusammenarbeit daher nicht prioritär; zudem rechtfertigen die hohen Kosten es nicht, das Programm weiterzuführen. COMUNDO wird bis Ende 2018 die lokalen Partnerorganisationen begleiten.  Durch diese etwas länger dauernde Zusammenarbeit ist es möglich, soziale Bewegungen weiter zu stärken. Die letzten Einsätze laufen 2018 aus.

Neuwahlen im Vorstand
Die Mitgliederversammlung der COMUNDO-Trägervereine BMI und Inter-Agire hat Martin Jäggi, Norbert Kieliger und Anna Jaquinta neu in den Vorstand gewählt.
Martin Jäggi ist seit 2013 Generalvikar der Missionsgesellschaft Bethlehem  SMB. Er wirkte viele Jahre in Lusaka/Sambia und auf den Philippinen.
Norbert Kieliger war während vielen Jahren in verschiedenen Funktionen für CARITAS Schweiz tätig, zuletzt als Bereichsleiter Internationale Zusammenarbeit und stellvertretender Direktor. Die beiden neu gewählten Vorstandsmitglieder ersetzen Simone Dollinger und Emilio Näf.
Anna Jaquinta bringt langjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit. Sie arbeitet an der Fachhochschule der italienischen Schweiz (SUSPI) als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Entwicklung und Zusammenarbeit und ersetzt Lorenza Rusconi-Kyburz


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