Katholische Dialoge 2014/2015

Den Glauben neu Denken und zur Sprache bringen

Die offene Denk- und Reparatur-Werkstatt ‚Katholische Dialoge‘ startet ins sechste Jahr. Gleich zwei lutheranische und ein reformierter Theologieprofessor werden Impulse vermitteln, wie Glaube neu gedacht und zur Sprache gebracht werden soll. Eine epochale Herausforderung für jede Konfession. Wir bleiben jedoch beim eingebürgerten Namen ‚Katholische Dialoge‘, wir haben Katholizität seit je weit verstanden, von der gesamten Christentumsgeschichte her, offen für das Reformatorische und Orthodoxe ebenso wie für das Katholische.

Allmacht Gottes, Jungfrauengeburt, Gottesmutter, Opfer am Kreuz, Himmelfahrt, Geistzungen: Das sind Glaubensformeln, Mythen und Symbole, an denen viele nostalgisch hängen, anderen erscheinen sie fremd, ja exotisch. Kaum je treffen sie existenziell Menschen des 21. Jh. und sprechen ihr Empfinden und Selbstverständnis unmittelbar an.
 
Wer Botschaften und mythische Vorstellungen aus früheren Kulturen ins Heute übersetzen will, braucht freilich mehr als nur ‚neue Schläuche‘ und modische Etiketten. Die gemeinten Inhalte müssen erschlossen werden. Um ein zeitgemässes Verständnis muss in neuen Gebeten, kreativen Vollzügen, heutigen Formen der Unterweisung und zukunftsweisenden Bekenntnissen gerungen werden. Den Glauben neu zur Sprache bringen heisst – den Glauben neu denken. Das Suchen nach Wurzeln des Christlichen soll jedoch nicht die Faszination der Botschaft aufs Spiel setzen.

Ganz besonders möchten wir die Vermittlerinnen der christlichen Botschaft ansprechen: Theologinnen und Pfarrer, Katecheten und Gemeindeleiterinnen, Öffentlichkeitsarbeiterinnen und Verantwortliche jedweder Art in Kirchen und Ökumene.

Daten, Themen, Mitwirkende

  • 20. Oktober 2014, 14h00 Update für den Glauben
    Klaus-Peter Jörns, evangelischer Theologe und Soziologe, Berg (D)
     
  • 17. November 2014, 14h00 Weihnachten - wie reden wir von 'Gott in Welt?'
    Hermann Venetz, Universtität Freiburg und Andrea Meier, Bern
     
  • 19. Januar 2015, 14h00 Ostern - was bedeuten Kreuz und Auferstehung?
    Fulbert Steffensky, Luzern und Monika Schmid, Effretikon ZH
     
  • 09. März 2015, 14h00 Körper - Religion - Sexualität
    Regina Ammicht-Quinn, Herbert-Haag-PreisträgerIn 2015
    Thomas Staubli, Dozent für Altes Testament, Universität Freiburg
     
  • 27. April 2015, 14h00 Pfingsten - auf welche Geistkraft sollen wir warten?
    Pierre Bühler, Universität Zürich und Li Hangartner, RomeroHaus Luzern
     
  • 01. Juni 2015, 14h00 Neues Reden von Glaube in Theologie und Praxis
    Regula Grünenfelder und Bernd Lefgens, Zug