Archiv

Das umfangreiche Archiv in Immensee gibt einen Einblick in die Geschichte und die Aktivitäten der Missionsgesellschaft Bethlehem Immensee SMB (Societas Missionaria de Bethlehem). Es steht für wissenschaftliche Arbeiten und Privatanfragen gegen Voranmeldung zur Benützung offen.
Kontakt: Elisabeth Vetter, lic. phil., MAS IS, Archivarin
E-Mail: EVetter@smb-immensee.ch

Öffnungszeiten
nach Vereinbarung

Adresse
Missionshaus Bethlehem
Archiv
Bethlehemweg 10
6405 Immensee
Tel. ++41 41 854 12 18
www.smb-immensee.ch

Bibliographie

Die Bibliographie dokumentiert Arbeiten über die Bethlehem Mission Immensee (BMI, seit 2001) und die Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB, seit 1921), über ihre Geschichte, ihre Mitglieder, ihre Mitarbeitenden und ihr Engagement.

Bibliographie Neuere Forschungen und Publikationen zur Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB) und Bethlehem Mission Immensee (BMI), 1994 – 2009. – 2., aktualisierte Aufl. / Fritz Frei (Hg.). – Immensee, Missionsgesellschaft Bethlehem, 2009 – 28 S. ; 21 cm
 

60 Jahre Präsenz der SMB in Simbabwe

Das von der BMI herausgegebene Dokument würdigt das jahrzehntelange Engagement der Missionsgesellschaft  Bethlehem Immensee SMB in Simbabwe und zieht Folgerungen für den möglichen Einsatz von Fachpersonen der BMI im krisengeschüttelten Land.

Bernhard Walpen, 60 Jahre Präsenz der SMB in Simbabwe, Würdigung und Folgerungen
Arbeitspapier 2, 2008 (pdf, 1,6 MB)

Generalkapitel 1934, Immensee

Schweiz, Immensee: Missionshaus: Generalkapitel 1934, Vorne von links nach rechts: Hugentobler, Bondolfi, Imhof, Schnetzer. 2. Reihe von links nach rechts: Hermann, Schildknecht, Ruf, Fröhling, Hiltl.  
3. Reihe von links nach rechts: Blatter, Huser, Raimann,
Schweiz, Immensee: Missionshaus: Generalkapitel 1934, Vorne von links nach rechts: Hugentobler, Bondolfi, Imhof, Schnetzer. 2. Reihe von links nach rechts: Hermann, Schildknecht, Ruf, Fröhling, Hiltl. 
3. Reihe von links nach rechts: Blatter, Huser, Raimann,

Vielfältige Geschichte seit 1895

Die Wurzeln der Bethlehem Mission Immensee (BMI) gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Damals hat Pierre Marie Barral ein Institut gegründet, um Priester für verwaiste Pfarreien in Europa auszubilden. Aus diesem hat sich die Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB) entwickelt, die im Jahr 2000 die meisten operativen Tätigkeiten der BMI übergeben hat. Die BMI ist ein ziviler Verein, der sich der personellen Entwicklungszusammenarbeit sowie der Informations- und Bildungsarbeit in der Schweiz widmet.
2013: Seit Anfang 2013 arbeiten die Bethlehem Mission Immensee, E-CHANGER und Inter-Agire als Organisation COMUNDO zusammen.
 
2012: Die Mitglieder des Vereins BMI stimmen dem im Detail ausgearbeiteten Kooperationsvertrag zu: Ab 1. Januar 2013 kooperiert die BMI mit der Westschweizer Organisation E-Changer. Zudem wird entschieden, mittelfristig in acht bis neun Einsatzländern tätig zu sein.
 
2011: Im November trifft die Generalversammlung der BMI wegweisende Entscheide: Im Sommer 2013 wird die BMI ihre Geschäftsstelle von Immensee nach Luzern ins RomeroHaus verlegen. Dies bedeutet den Zusammenzug der gesamten BMI unter einem Dach. Das RomeroHaus ist als Bildungszentrum der BMI seit 25 Jahren im Luzerner Würzenbachquartier, dem neuen Standort, verankert.
Ab Januar 2013 kooperiert die BMI mit E-Changer, einer Westschweizer Organisation der Personellen Entwicklungszusammenarbeit. Die Generalversammlung hat sich dafür ausgesprochen, Verhandlungen über den Kooperationsvertrag aufzunehmen.
 
2011: Im Juni entscheiden die Delegierten sich für eine vereinfachte Struktur der BMI. Das bisherige Zweiträgermodell (Missionsgesellschaft Bethlehem SMB und der Partnerverein BMI) wird durch ein Einträgermodell abgelöst. Neu werden Einzel- und Kollektivmitglieder die Verantwortung für die BMI mittragen.
 
2011: 25-Jahr-Jubiläum des RomeroHauses Luzern

2009: Kooperation mit Inter-Agire, Assoziazione di volontariato internazionale della Svizzera Italiana
 
2008: Die Generalversammlung der BMI definiert die Strategie für die nächsten Jahre und bestätigt, das die personelle Entwicklungszusammenarbeit sowie die Informations- und Bildungsarbeit in der Schweiz gleichwertige Säulen der BMI sind.
 
2007: Die BMI wird mit dem Preis der "Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche" ausgezeichnet. Die Stiftung würdigt damit den partnerschaftlichen Ansatz der BMI als kirchliche Organisation und in der Personellen Entwicklungszusammenarbeit.
 
2004: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Das Foto der BMI-Aidskampage wird zum Symbol für eine bessere medizinische Betreuung der HIV-positiven und aidskranken Menschen in Afrika.
 
2000: Im Juni Gründung des Partnervereins als Zusammenschluss von Mitarbeitenden und interessierten Laien.
Im November: Gründung des „Vereins Bethlehem Mission Immensee“ (BMI), der seit 1. Januar 2001 operativ tätig ist. Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern der SMB und drei Mitgliedern des Partnervereins.
 

Die Vor-Geschichte

1998 Das Generalkapitel ("Generalversammlung") der SMB entscheidet, die Verantwortung für die missionarische Tätigkeit einem Verein zu übergeben, der von Laien und Mitgliedern der SMB gemeinsam geführt wird.

1996 Die Zeitschrift WENDEKREIS erscheint zum 100-jährigen Jubiläum neu im Format A4.

1995 Das Gymnasium der SMB wird in die Stiftung "Gymnasium Immensee" umgewandelt und als private Mittelschule weitergeführt.

1994 Die SMB tritt mit einem neuen Erscheinungsbild an die Öffentlichkeit. "Bethlehem Mission Immensee" ist der Name, der für die Aktivitäten in Entwicklungszusammenarbeit und der Bildungsarbeit in der Schweiz verwendet wird.

1992 Erste Einsätze in Bolivien.

1988 Die SMB gibt ihr nahe stehenden Frauen und Männern die Möglichkeit, sich in der „Assoziation“ zu organisieren und am missionarischen Auftrag teilzuhaben. Die GV der Assoziation löst den Verein am 20. Januar 2001 zugunsten des Partnervereins Bethlehem auf. 1986 Das RomeroHaus Luzern wird eingeweiht als Bildungshaus und Seminar der SMB.
 
1985 Erste Einsätze in den Philippinen.

1978 Erste Einsätze in Kenia.

1977 Erste Einsätze in Ecuador.

1975 Erste Einsätze in Peru.

1974 Am Generalkapitel ("Generalversammlung") der SMB wird die neue Form der missionarischen Arbeit in Projekteinsätzen bestätigt.
 
1972 Die Zeitschrift „Bethlehem“ wird umbenannt in WENDEKREIS.

1970 Erste Einsätze von Gruppen von Fachleuten aus verschiedenen Fachbereichen (Equipeneinsätze).
 
1969 Erster Einsatz in Sambia.

1967 Die Generalkapitel der SMB verankert die "Arbeit auf Ablösung hin" in ihren Konstitutionen. Damit stellt sich die SMB mit einer vertraglichen Regelung in den Dienst der jeweiligen Ortskirchen. Die SMB übernimmt nicht mehr ein Gebiet (territoriales Konzept), sondern leistet zeitlich befristete Projekteinsätze.
 
1965 Immer mehr Laien arbeiten in den Projekten der SMB mit, als Folge der Aufwertung der Laienarbeit durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965).

1953 Erste Einsätze in Kolumbien und Taiwan.

1948 Erste Einsätze in Japan.
Erste Laieneinsätze in der damaligen Südrhodesien-Mission (Fort Victoria). 

1945 Die SMB gründet die „Neue Zeitschrift für Missionswissenschaften“ zur Intensivierung der missions- und religionswissenschaftlichen Forschung.

1938 Erste Einsätze in Süd-Rhodesien (heute Simbabwe). Zeitweise arbeiteten über 100 Mitglieder der SMB im Aufbau der Lokalkirche, im Schul- und Gesundheitswesen und bei Medien.
 
1925 Erste Brüder werden als Mitglieder der SMB aufgenommen. Mit einem Versprechen verpflichten sie sich, nach den Grundsätzen der SMB zu leben. Sie unterstützen die Priester in Übersee als Mitarbeiter in der Administration, als Lehrer und Handwerker.

1924 Ausreise der ersten Priester in die chinesische Präfektur Tsitsikar (1924-1947). Die SMB widmet sich dem Aufbau eigenständiger, lokaler Kirchen, die von lokalen Priestern geführt werden sollen.
 
1923 Der Vatikan teilt der SMB Gebiete in Asien, Afrika und Lateinamerika für die Mission zu.
 
1921 Ein päpstliches Dekret begründet das "Schweizerische Seminar für auswärtige Mission". Pietro Bondolfi wird erster Generaloberer. Ab 1934 heisst die Vereinigung "Gesellschaft für auswärtige Missionen von Bethlehem in der Schweiz" (Societas Missionaria de Bethlehem in Helvetia). Selber nennt sie sich Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB).
 
1896 Das Institut Bethlehem wird nach Immensee verlegt.
Die erste Ausgabe der illustrierten Monatszeitschrift „Bethlehem“ erscheint. Diese erscheint heute noch auf Deutsch (WENDEKREIS) und Italienisch (Cartabianca)
 
1895 Pierre Marie Barral gründet in Meggen das Institut Bethlehem mit dem Ziel, Söhne armer Familien zu Priestern auszubilden für den missionarischen Dienst in verlassenen Pfarreien Europas. Später wird daraus das Gymnasium Immensee