Der Verein E-CHANGER

Die Bewegung E-CHANGER engagiert sich in der Personellen Entwicklungszusammenarbeit
und basiert auf dem Prinzip des gegenseitigen Nord-Süd Austausches. E-CHANGER setzt sich für eine globale und solidarische Denkweise, die Stärkung der Bürgerbeteiligung und die globale Gerechtigkeit ein, wobei E-CHANGER sich vor allem auf benachteiligte Bevölkerungsgruppen konzentrieren. Letztere werden im Prozess der Selbstbestimmung, der Verteidigung ihrer Grundrechte und dem Engagement für den Umweltschutz gefördert. Hierfür rekrutiert und begleitet E-CHANGER Fachpersonen, welche in den Einsatzländern mit ihrem Wissen während mindestens drei Jahren in Projekten lokaler Partnerorganisationen mitwirken. Zudem organisiert E-CHANGER alljährlich Sensibilisierungskampagnen, Ausbildungen, Veranstaltungen und Publikationen in der Schweiz, mit welchen sie globale Zusammenhänge aufzeigen und das solidarische Denken im Norden stimulieren.
Seit mehr als 50 Jahren unterstützt E-CHANGER lokale Partnerorganisationen in Lateinamerika und Afrika, durch die Vermittlung von technischen und sozialen Fachpersonen, genannt „coopér-acteurs/trices“. Allein im Jahr 2012 entsandte E-CHANGER 43 Einsatzleistende, auf Anfrage der  lokalen Partnerorganisationen, bei denen es sich entweder um soziale Bewegungen (Landlosenbewegung, Weltmarsch der Frauen, etc.) oder um Organisationen der Zivilgesellschaft zur Stärkung der Bürgerbeteiligung und der Ernährungssouveränität handelt.

Die Personelle Entwicklungszusammenarbeit zeichnet sich durch langjährige Einsätze der Schweizer Einsatzleistenden im Ausland aus, welche einen vertieften Süd-Süd und Süd-Nordaustausch zum Vorteil haben. All diese Formen der Kooperation sind Teil der Vision einer langfristig angelegten Entwicklungszusammenarbeit. Hiermit bezweckt E-CHANGER einen Wandel in Richtung einer Gleichsetzung der sozio-ökonomischen Bedingungen im Süden selbst und zwischen dem Norden und dem Süden.
Die Einsatzleistenden im Ausland werden bei E-CHANGER als „Kooper-aktor(inn)en“ bezeichnet, was im modernen Wortschatz den traditionellen Titel der „Freiwilligen“ ersetzt. Dieser neue Titel widerspiegelt das doppelte Amt der Einsatzleistenden, einerseits die Unterstützung der südlichen Zivilgesellschaft in ihrem Emanzipierungsprozess, andererseits die Mobilisierung der Zivilgesellschaft im Norden für eine gerechtere Weltordnung.

Unserer Ansicht nach verlangt die Zusammenarbeit mit dem Süden eine regelmässige Sensibilisierungsarbeit im Norden. Tatsächlich stellt die Übermittlung von Wissen und materiellen Gütern keine langfristige Lösung gegen die Armut dar, solange die Zivilgesellschaft im Norden kein Verantwortungsgefühl in den ökonomisch-politischen Bereichen und der Umwelt besitzt. Aus diesem Grund ist die Sensibilisierungsarbeit der Schweizer Bevölkerung ein wichtiger Teil des Arbeitsvertrages der „Kooper-aktor(inn)en“ von E-CHANGER, sowie das beidseitige Unterstützungsabkommen welches E-CHANGER mit seinen Partnerorganisationen verbindet.