Veranstaltungen
Samstag, 09.03.2013, 9.30 bis 15.30 Uhr
Das Reich Gottes auf dem Konzil und die Folgen
Zur Wiederentdeckung der vernachlässigten Mitte der Sendung Jesu
Seminar mit Urs Eigenmann, Theologe
Während Jahrhunderten hatten - wie Jon Sobrino feststellt - weder die Konzilien noch das Lehramt und die Christologien das Reich Gottes im Sinn gehabt oder richtig verstanden. Spätestens seit der Konstantinischen Wende im 4. Jahrhundert spielte es in den Grosskirchen und deren Schultheologien keine zentrale Rolle oder es wurde spiritualisiert, privatisiert und verjenseitigt.
Als erstes Konzil in der Geschichte beschäftigte und verstand sich das Zweite Vatikanum mit dem Reich Gottes und sowohl die Kirche als auch die gesellschaftlichen Verhältnisse von ihm her. Das nahmen die lateinamerikanische Bischofsversammlung in Medellin 1968 und nachkonziliare Synoden im deutschen Sprachraum auf, und die Theologie der Befreiung rückte das Reich Gottes wieder ins Zentrum.
Vor diesem Hintergrund werden im Seminar auf biblischer Grundlage die inhaltliche Fülle, komplexe Struktur und historisch-utopische Doppeldimension des Reiches Gottes aufgezeigt. Es ist als «himmlischer Kern des Irdischen» (Franz Hinkelammert) die Mitte einer christlichen Spiritualität und beinhaltet Kriterien für Reich-Gottes-Verträglichkeitsprüfungen für Kirche und Gesellschaft.
Urs Eigenmann studierte Philosophie und Theologie in Luzern und Münster. Er wurde 1973 zum Priester geweiht und promovierte 1984 mit einer Dissertation über Hélder Câmara.
Während Jahrhunderten hatten - wie Jon Sobrino feststellt - weder die Konzilien noch das Lehramt und die Christologien das Reich Gottes im Sinn gehabt oder richtig verstanden. Spätestens seit der Konstantinischen Wende im 4. Jahrhundert spielte es in den Grosskirchen und deren Schultheologien keine zentrale Rolle oder es wurde spiritualisiert, privatisiert und verjenseitigt.
Als erstes Konzil in der Geschichte beschäftigte und verstand sich das Zweite Vatikanum mit dem Reich Gottes und sowohl die Kirche als auch die gesellschaftlichen Verhältnisse von ihm her. Das nahmen die lateinamerikanische Bischofsversammlung in Medellin 1968 und nachkonziliare Synoden im deutschen Sprachraum auf, und die Theologie der Befreiung rückte das Reich Gottes wieder ins Zentrum.
Vor diesem Hintergrund werden im Seminar auf biblischer Grundlage die inhaltliche Fülle, komplexe Struktur und historisch-utopische Doppeldimension des Reiches Gottes aufgezeigt. Es ist als «himmlischer Kern des Irdischen» (Franz Hinkelammert) die Mitte einer christlichen Spiritualität und beinhaltet Kriterien für Reich-Gottes-Verträglichkeitsprüfungen für Kirche und Gesellschaft.
Urs Eigenmann studierte Philosophie und Theologie in Luzern und Münster. Er wurde 1973 zum Priester geweiht und promovierte 1984 mit einer Dissertation über Hélder Câmara.
Wer:
Urs Eigenmann
Kosten
Fr. 90.- | Fr. 60.- (Studierende)
Ort
RomeroHaus Luzern






